Klimaschutz
Klimaschutz durch modernste Technik
Das Steinkohlekraftwerk in Lünen zeichnet sich durch einen hohen Wirkungsgrad von rund 46 Prozent aus. Im Vergleich: Alte Anlagen erreichen gerade mal einen Wert von etwa 35 Prozent. Es verbraucht deshalb viel weniger Rohstoffe als herkömmliche, alte Anlagen und stößt insgesamt 4,3 Millionen Tonnen Kohlendioxid pro Jahr aus. Im Vergleich zu den derzeit weltweit tätigen, ca. 20 bis 30 Jahre alten Anlagen spart es jedoch 1,5 Millionen Tonnen Kohlendioxid pro Jahr ein. Das sind ca. 27 Prozent weniger CO2-Emissionen als ein Kraftwerk mit einem Wirkungsgrad von 30 Prozent. Damit trägt es aktiv zum Klimaschutz bei. Laut der Energie.Agentur.NRW könnten die CO2-Emissionen um etwa ein Drittel gesenkt werden, wenn weltweit alle Kraftwerke nach dem aktuell besten Stand der Technik arbeiten würden.
Zudem: Sobald die Technik des „Carbon Capture and Storage“ (CCS) zur Abtrennung von Kohledioxid vollständig entwickelt ist und großtechnisch zur Verfügung steht, kann das neue Kraftwerk damit nachgerüstet werden. In wenigen Jahren könnte damit das klimaneutrale Kohlekraftwerk Realität werden. Die Planungen zu einem CO2-freien Kraftwerk befinden sich allerdings noch in einem frühen Stadium. Eine erste Pilotanlage des Energiekonzerns RWE wird frühestens 2014 fertig gestellt und wird als Forschungsanlage betrieben. Das Bundesumweltministerium selbst schätzt, dass diese Technik nicht vor 2020 in einem Regelbetrieb eingesetzt werden kann.
