Menschen, Natur, Umwelt

Moderne Steinkohlekraftwerke stellen die Energieversorgung sicher und arbeiten wirtschaftlich. Ihr Betrieb unterliegt den Regelungen des Bundesimmissionsschutzgesetzes, das den Einsatz modernster Technologien verlangt. Die möglichen Belastungen werden in einer ausführlichen Umweltverträglichkeitsuntersuchung geprüft und dargestellt.

 

Die Bezirksregierung Arnsberg hat die unmittelbaren und mittelbaren Auswirkungen des Kraftwerksbetriebs auf Menschen, Tiere und Pflanzen sowie auf Boden, Wasser, Luft, Klima und Landschaft geprüft. Gegenstand des Genehmigungsverfahrens ist die Prüfung des Projektes unter emissions- und immissionsschutzrechtlicher Hinsicht sowie unter anderem aus naturschutzrechtlicher Sicht. Die Prüfung erfolgte federführend - unter Beteiligung unterschiedlicher Fachbehörden - durch die Bezirksregierung Arnsberg. Mit dem Vorbescheid wird festgestellt, dass die Anlage die in der 13. BImSchV vorgegebenen Immissionswerte sicher einhält und zum Teil sogar deutlich unterschreitet. Zu nennen sind hier unter anderem Staub, Kohlenmonoxid, Schwefeldioxid oder Stickstoffdioxid. Entsprechende Messeinrichtungen dokumentieren die Einhaltung der Grenzwerte rund um die Uhr und übertragen kontinuierliche Messungen online an die zuständige Überwachungsbehörde. Darüber hinaus wurde eine Umweltverträglichkeitsprüfung nach der 9. BImSchV durchgeführt, die einen Überblick über die Anlagen, den Betrieb und die voraussichtlichen Auswirkungen auf die Allgemeinheit und die Nachbarschaft gibt.

 

Wir setzen auch in Bezug auf die Rauchgasreinigung die beste Technik ein, die heute zur Verfügung steht. Durch die eingesetzten Technologien der Feuerungs- und Rauchgasreinigungsanlagen wird gewährleistet, dass alle Emissionsgrenzwerte gemäß 13. BImSchV und alle Immissionsgrenzwerte gemäß der Technischen Anleitung (TA) Luft sicher eingehalten werden. Es bestehen keine Gefahren für die menschliche Gesundheit.

 

Die aus dem Verbrennungsprozess entstehenden und abgeschiedenen Reststoffe Flugasche und Gips werden wiederverwertet und als Einsatzstoffe in Zementwerken und der Baustoffindustrie eingesetzt. Sie verdrängen bisher eingesetzte Naturstoffe wie Zementklinker und Naturgips, so dass deren Abbau mit alle ihren Umweltbelastungen nicht mehr nötig ist.

 

Das Kraftwerk ist so konzipiert, dass die Auswirkungen für die Anwohner in Lünen so gering wie möglich sind:

 

  • Die zulässigen Schallpegel in den Wohngebieten werden sowohl am Tag als auch in der Nacht eingehalten.
  • Die Auslässe und der Kühlturm des Kraftwerkes werden rund um die Uhr in der Messwarte aber auch von externen Stellen überwacht. So werden die Abgaswerte mittels der so genannten EFÜ (Emissions-Fernüberwachung) online an die Bezirksregierung übertragen. Eventuelle Überschreitungen der genehmigten Grenzwerte können so umgehend festgestellt und behoben werden.
  • Die Kohlelagerung erfolgt in Silos und damit staubfrei; der Transport vom Schiff zum Kraftwerk erfolgt auf eingehausten Bändern.

 

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